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Gottesdienst durch Apostel Jürgen Loy für die Gemeinden S-Untertürkheim, S-Obertürkheim und S-Wangen mit Ruhesetzung des Priesters Herbert Kilgus






Bezirksältester Manfred Fröhlich, Priester Herbert Kilgus, Apostel Jürgen Loy (v.i.)

Stuttgart-Untertürkheim am Sonntag, 28. Februar 2010

Der Sonntag vor dem Gottesdienst zum Gedächtnis der Entschlafenen, der in allen Gemeinden in diesem Jahr zum ersten Mal am 7. März begangen wird, dient insbesondere der Einstimmung auf diesen besonderen Gottesdienst und der Fürbitte für die Seelen in der jenseitigen Welt.

Mit dem Textwort aus Offenbarung 1, aus Vers 17 und 18, leitete der Apostel den Gottesdienst ein: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle“.

Der Apostel hob besonders die demütige Haltung und entscheidende Stellung des Empfängers dieser Worte hervor. Johannes habe hinter sich eine große Stimme gehört (Vers 10) und sich dieser Stimme zugewandt (Vers 12). „Möge es in jedem Gottesdienst das Verlangen der Seele sein“, so der Apostel, „die Stimme des HERRN zu hören und sich dieser Stimme zuzuwenden!“ Weiter heißt es in Kapitel 1: „Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht!“ (17).

Der Apostel wünschte jedem Hörer, dass sich die Worte Jesu an ihm erfüllten: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir“ (Johannes 10, 27). Mehr als das Wort zu hören,  sei die Berührung durch das Wort, hob der Apostel hervor, wie es auch Johannes in dem Zuspruch „Fürchte dich nicht!“ erlebt habe. Mit den Worten „und habe die Schlüssel“, bezeuge Christus seine Macht. Jesus habe auch im irdischen Leben von diesem „Schlüssel“ Gebrauch gemacht. Der Apostel erinnerte an das Wunder der Totenauferweckung, wie es in Lukas 7, 15 berichtet sei: „Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter.“  Weiter drückte der Apostel den Wunsch aus,  dass am kommenden Sonntag viele Seelen der Mutter – im Sinne der Gemeinde Christi – zugeführt werden mögen.

In seinem Wortbeitrag, zu dem Priester Herbert Kilgus vor seiner Ruhesetzung gebeten wurde, sprach dieser von der Großmacht Gottes, die Tote zum irdischen Leben erweckt habe. Diese seien dann aber wieder gestorben. Diese Macht wirke auch heute in der jenseitigen Welt zum ewigen Leben. 

Danach folgten noch Wortbeiträge des Bezirksevangelisten Rainer Weinhart und des Bezirksältesten Manfred Fröhlich.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls gab der Apostel noch einen Einblick in den Lebenslauf und in die ehrenamtliche Tätigkeit des Priesters Herbert Kilgus. Über 37 Jahre lang habe er in großer Treue und Beständigkeit als Amtsträger der Kirche gedient und – neben seinem Amtsauftrag – viele Jahre als Dirigent des gemischten Chores und des Beerdigungschores, als Chorsänger sowie als Sonntagsschullehrer und Jugendleiter in großem Eifer gewirkt. Hierfür dankte ihm der Apostel in herzlichen Worten. Auch sein Vorsteher und die Bezirksämter haben ihm ein schönes Zeugnis ausgestellt:

„Unser Priester hat in der Gemeinde Stuttgart-Untertürkheim in großem Segen gedient und hinterlässt eine schmerzliche Lücke im Kreis der aktiven Amtsträger, wenn er nun – wegen Erreichens der Altersgrenze für Amtsträger – in den wohlverdienten Ruhestand tritt. Unser Dank gilt auch seiner Frau, die ihn in den vielen Jahren seiner Amtstätigkeit – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – nach besten Kräften unterstützt hat. Wir wünschen Priester Herbert Kilgus und seiner Frau einen gesegneten, friedevollen Ruhestand bei bestmöglicher Gesundheit“.